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	<title>Kommentare zu: Rattenberg, 1852</title>
	<link>http://www.netznotizen.de/archiv/210</link>
	<description>Netznotizen eines Zeitgenossen</description>
	<pubDate>Fri, 18 May 2012 22:18:03 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: enibas</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/210#comment-58</link>
		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 17:45:23 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/210#comment-58</guid>
					<description>Und so fuhr ich zurück ins Auenland. Es war nachts, gegen ein Uhr, als mein dampfender Motor - wider den Augenschein - einen Zustand fester Konsistenz angenommen hatte.
Am kommenden Tag rief ich den Kfz-Meister meines Vertrauens und sagte, „Meister! Ich brauche ein neues benutztes Mobil, ähnlich dem letzten - im Wert meiner Schuhe“. Großmutter hatte immer gesagt: „Kind“ hatte sie gesagt, „an Schuhen sollst Du niemals sparen!“.
Einen Tag später rief der Vertraute zurück: „Ich habe eines zum Preis von einem Schuh, die Bremsen werd ich Dir noch richten müssen,.. dafür kannst Du noch drei Hühner und einen Fuchsschwanz drauflegen.“ „Oh Meister“, sprach es aus mir: „Es gibt keinen Hühnerstall mehr, seither sind auch die Fuchsschwänze rar. Vater hat nur noch zwei Karpfenteiche.“ „Dann bring zwei Hechte und einen Stör!“
Zu dem neuen Gefährt erhielt ich vom Meister einen ins Schloss passenden Schlüssel. An diesem aber hing ein ganz wundervoll klarsichtiges Polyvinylchloridrähmchen, in dem sich vorder- wie rückseitig eine ganz klar und kleiderlos, in Öl geriebene Frau rekelte. Den schönen Hintern prominent geregt. „Au, fein“, dachte ich, und verstaute die Anhänglichkeit aus konservatorischen Gründen in meinem Schuhkarton.

Ich schreibe das Jahr 2152.

Ich rufe meine 18 bis 52 Ururenkel zusammen und sage: „Meine Lieben! Ich wollte schon längst, -aber jetzt wird es wirklich Zeit für mich zu gehen. Bevor ich die Welt verlasse, möchte ich euch noch ein kleines Vermögen offenbaren. Es befindet sich in dieser Kiste. Ihr müsst damit zum Antiquar hier bei uns im Auenland. Wenn der Alte euch nicht wenigstens einen Fuchspelz dafür vermacht, - geht in die nahe gelegene Stadt, begebt Euch direkt ins Museum, geht nicht über Los, fragt nach dem Spezialisten für „Accessoires und Darstellungen der Schöpfung im 21. Jahrhundert“ und Euer Glück ist gemacht!“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und so fuhr ich zurück ins Auenland. Es war nachts, gegen ein Uhr, als mein dampfender Motor - wider den Augenschein - einen Zustand fester Konsistenz angenommen hatte.<br />
Am kommenden Tag rief ich den Kfz-Meister meines Vertrauens und sagte, „Meister! Ich brauche ein neues benutztes Mobil, ähnlich dem letzten - im Wert meiner Schuhe“. Großmutter hatte immer gesagt: „Kind“ hatte sie gesagt, „an Schuhen sollst Du niemals sparen!“.<br />
Einen Tag später rief der Vertraute zurück: „Ich habe eines zum Preis von einem Schuh, die Bremsen werd ich Dir noch richten müssen,.. dafür kannst Du noch drei Hühner und einen Fuchsschwanz drauflegen.“ „Oh Meister“, sprach es aus mir: „Es gibt keinen Hühnerstall mehr, seither sind auch die Fuchsschwänze rar. Vater hat nur noch zwei Karpfenteiche.“ „Dann bring zwei Hechte und einen Stör!“<br />
Zu dem neuen Gefährt erhielt ich vom Meister einen ins Schloss passenden Schlüssel. An diesem aber hing ein ganz wundervoll klarsichtiges Polyvinylchloridrähmchen, in dem sich vorder- wie rückseitig eine ganz klar und kleiderlos, in Öl geriebene Frau rekelte. Den schönen Hintern prominent geregt. „Au, fein“, dachte ich, und verstaute die Anhänglichkeit aus konservatorischen Gründen in meinem Schuhkarton.</p>
<p>Ich schreibe das Jahr 2152.</p>
<p>Ich rufe meine 18 bis 52 Ururenkel zusammen und sage: „Meine Lieben! Ich wollte schon längst, -aber jetzt wird es wirklich Zeit für mich zu gehen. Bevor ich die Welt verlasse, möchte ich euch noch ein kleines Vermögen offenbaren. Es befindet sich in dieser Kiste. Ihr müsst damit zum Antiquar hier bei uns im Auenland. Wenn der Alte euch nicht wenigstens einen Fuchspelz dafür vermacht, - geht in die nahe gelegene Stadt, begebt Euch direkt ins Museum, geht nicht über Los, fragt nach dem Spezialisten für „Accessoires und Darstellungen der Schöpfung im 21. Jahrhundert“ und Euer Glück ist gemacht!“
</p>
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