Warum Kaffee das Gehirn schützt | Saša
11. April 2008 von Saša StanišićLieber Thomas,
eigentlich dachte ich, wir würden - da wir uns mit unserem Vorhaben der Aktualität verschrieben haben - politischer sein oder unpolitischer oder “relevanter” oder uns mit Fragen des Umweltschutzes und Artensterbens auseinandersetzen oder was auch immer, aber auf jeden Fall etwas Anderes, als über ganz ganz kleine Tiere in Göttingen und Langenthal zu sprechen mit besonderer Berücksichtigung witziger Brotnamen und auf Toilettenfliesen aufgemalter Schnecken.
Gott sei Dank sind wir das nicht. Das können und müssen andere liefern, die mehr Ahnung haben, als wir, Spiegel-Online-Leser.
Wir auch immer, wußtest du, dass Kaffee vor Demenz schützt? Endlich die Berechtigung, die täglichen drei Kaffee auf die Menge von “Durst stillen” auszuweiten. Ich möchte dir aus diesem Anlaß in einem Espressozug skizzieren, warum mich und die Kaninchen Kaffee nicht nur vor Demenz schützt, sondern auch morgentlich in eine Laune versetzt, die ich ganz unbescheiden an dieser Stelle als “gut” beziffern möchte.
Zutaten für die gute Laune:
Espressopulver, Wasser, Milch, Zucker, bissl Honig
Aufwachen. Aufstehen. Pinkeln. Fenster zum Lüften aufmachen. Den Fernseher einschalten, eine Morgenshow sehr laut stellen, damit die Nachbarn ohne Fernseher auch was davon haben.
Wasser in das Kannenunterteil der Espressokanne geben. Nicht übertreiben, gibt bloß Sauerei, man versteht es physikalisch nicht, ist aber so. Meistens zeigt eine Schraube den empfohlenen Wasserpegelhöchststand an, die also ernst nehmen.
Zwei-drei Teelöffel Espresso in den Trichtereinsatz geben. Nicht weiter über die Dialektik Teelöffel – Kaffeepulver nachdenken. Mit dem Löffel kann man das Pulver etwas runterpressen, nicht weil es Sinn macht, sondern, weil es sich gut anfühlt.
So, jetzt kommt der Clou: eine Fingerspitze Honig auf das Kaffeepulver verteilen. Mit Abstand am besten schmeckt Wiesenblumenhonig.
Den Rand des Trichtereinsatzes und des Kessels säubern, die Espressokanne zuschrauben und auf die Herdplatte stellen. Die Lust unterdrücken, auf volle Pulle zu drehen. Gleichzeitig etwas Milch erwärmen. Fenster schließen, weil es gleich super zu riechen beginnt.
Den Rand des Trichtereinsatzes und des Kessels säubern, die Espressokanne zuschrauben und auf die Herdplatte stellen. Die Lust unterdrücken, auf volle Pulle zu drehen. Gleichzeitig etwas Milch erwärmen. Fenster schließen, weil es gleich super zu riechen beginnt.
Morgenzeitung holen (zu Spiegel-Online surfen, also ist die folgende Passage nur Schmuck). Noch am Briefkasten die Überschriften im Sportteil lesen.
Zurück in der Wohnung, die blöde Morgenshow ausschalten. Der Espresso müsste fast schon fertig sein. Das „fast“ nutzen, um Lieblingsmusik aufzulegen.Den Rand des Trichtereinsatzes und des Kessels säubern, die Espressokanne zuschrauben und auf die Herdplatte stellen. Die Lust unterdrücken, auf volle Pulle zu drehen. Gleichzeitig etwas Milch erwärmen. Fenster schließen, weil es gleich super zu riechen beginnt.
Morgenzeitung holen (zu Spiegel-Online surfen, also ist die folgende Passage nur Schmuck). Noch am Briefkasten die Überschriften im Sportteil lesen. Zurück in der Wohnung, die blöde Morgenshow ausschalten. Der Espresso müsste fast schon fertig sein. Das „fast“ nutzen, um Lieblingsmusik aufzulegen.Den Espresso in die Lieblingstasse geben. Die warme Milch dazu, am angenehmsten schmeckt ein Farbton zwischen hellem Karamell und Beige.
Sich hinsetzen. Nach links schauen. Nach rechts schauen. Einen Schluck nehmen. Nicken. Die Zeitung aufschlagen. Von Siegen der Lieblingsmannschaft lesen. Wieder einen Schluck nehmen.
Den Rand des Trichtereinsatzes und des Kessels säubern, die Espressokanne zuschrauben und auf die Herdplatte stellen. Die Lust unterdrücken, auf volle Pulle zu drehen. Gleichzeitig etwas Milch erwärmen. Fenster schließen, weil es gleich super zu riechen beginnt.
Morgenzeitung holen (zu Spiegel-Online surfen, also ist die folgende Passage nur Schmuck). Noch am Briefkasten die Überschriften im Sportteil lesen. Zurück in der Wohnung, die blöde Morgenshow ausschalten. Der Espresso müsste fast schon fertig sein. Das „fast“ nutzen, um Lieblingsmusik aufzulegen.
Den Espresso in die Lieblingstasse geben. Die warme Milch dazu, am angenehmsten schmeckt ein Farbton . Sich hinsetzen. Nach links schauen. Nach rechts schauen. Einen Schluck nehmen. Nicken. Die Zeitung aufschlagen. Vom Siegen der Lieblingsmannschaft lesen. Wieder einen Schluck nehmen.
