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	<title>Kommentare zu: Privatsphäre beim Porno-Gucken &#124; Maria Laach</title>
	<link>http://www.netznotizen.de/archiv/409</link>
	<description>Netznotizen eines Zeitgenossen</description>
	<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:52:16 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: ib</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-245</link>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 22:24:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-245</guid>
					<description>herzlich lachen lässt maria laach nicht zu. wie jeder ursprüngliche ort. P. hat jahrelang klosterbeete umgegraben und der ursprung hat kein einziges mal zu ihm gesprochen, geschweige denn gescherzt.
vor kurzem wurde mir von veganen antikapitalisten oder antikapitalistischen veganern das handy geklaut, inklusive 2 gb musik. damit bin ich dem ursprung einen kleinen schritt näher gekommen. noch sträube ich mich dagegen.
nichts lässt sich schöner plattreden, als naturverbundenheit. wenn, dann möchte ich kopfüber eintauchen in den ur-see, bis zum grund.
bestimmt will ich dann gleich wieder neuigkeiten in den wald hineinrufen oder einen baum fällen. meine entdeckung patentieren lassen - und doch: irgendwer muss ja den fernseher und die zeit schon eingestellt haben. mindestens einem dritten auge verwehren gardinen den einblick. künstliche blumen stellen ganze klostergärten in den schatten. der spiegel zeigt sich in maria laach.
dem ursprung müsste man tatenlos zusehen, dann kann man gleich in maria laach bleiben, oder lassen, oder fern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>herzlich lachen lässt maria laach nicht zu. wie jeder ursprüngliche ort. P. hat jahrelang klosterbeete umgegraben und der ursprung hat kein einziges mal zu ihm gesprochen, geschweige denn gescherzt.<br />
vor kurzem wurde mir von veganen antikapitalisten oder antikapitalistischen veganern das handy geklaut, inklusive 2 gb musik. damit bin ich dem ursprung einen kleinen schritt näher gekommen. noch sträube ich mich dagegen.<br />
nichts lässt sich schöner plattreden, als naturverbundenheit. wenn, dann möchte ich kopfüber eintauchen in den ur-see, bis zum grund.<br />
bestimmt will ich dann gleich wieder neuigkeiten in den wald hineinrufen oder einen baum fällen. meine entdeckung patentieren lassen - und doch: irgendwer muss ja den fernseher und die zeit schon eingestellt haben. mindestens einem dritten auge verwehren gardinen den einblick. künstliche blumen stellen ganze klostergärten in den schatten. der spiegel zeigt sich in maria laach.<br />
dem ursprung müsste man tatenlos zusehen, dann kann man gleich in maria laach bleiben, oder lassen, oder fern.
</p>
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	<item>
		<title>Von: tibits</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-236</link>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 21:09:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-236</guid>
					<description>Immer wenn ich Gott so Nahe bin, dann überkommt mich ein Schwall an Einsamkeit. Da nützen die ganzen Exerzitien nichts. Das Schweigegelübbde für eine Woche schon gar nicht. Verstärkt wird dieses Gefühl dann noch durch die einsamen Gärtner, die hier wie da Vergiss Mein Nicht und Stiefmütterchen pflanzen und pflegen. Stiefmütterchen waren schon im Mittelalter Symbol für gute humanistische Gedanken und die Bedeutung des VergissMeinNicht muss man nicht wirklich erklären. Es trägt jedenfalls nicht unbedingt dazu bei, die Einsamkeit zu verscheuchen. Symbolik wird hier groß geschrieben. Beim Stöbern in der Klosterbibliothek wünscht man sich dann zum ersten Mal wieder etwas mehr Lebenszeit als der Durchschnitt zu bekommen und beginnt weiter unten im Haus ganz leise, so dass es keiner (wirklich keiner! wer auch?) hört, ein wenig zu beten.

Da mir das Glück beschieden war, am hochwasserfreien Laacher See nicht campen zu müssen, wenngleich es Jugenderinnerungen in das Bewusstsein spülte, durfte ich mich in dieses in orangerotes Licht getauchte Zimmer zum meditieren über die Beschaffenheit des Vorhangstoffes zurückziehen. Es war eine Aufgabe für die ganze Nacht. Mit rotgeschwängerten Augen starrte ich ihn stundenlang an, aber die Erleuchtung blieb, wie immer in solchen Momenten, aus. Vielleicht wäre das eine oder andere Bier am Abend hilfreich gewesen, oder ein paar Schlucke vom Messwein, aber hier gibt es ja nur Weihwasser. Wie überleben hier Offiziere?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wenn ich Gott so Nahe bin, dann überkommt mich ein Schwall an Einsamkeit. Da nützen die ganzen Exerzitien nichts. Das Schweigegelübbde für eine Woche schon gar nicht. Verstärkt wird dieses Gefühl dann noch durch die einsamen Gärtner, die hier wie da Vergiss Mein Nicht und Stiefmütterchen pflanzen und pflegen. Stiefmütterchen waren schon im Mittelalter Symbol für gute humanistische Gedanken und die Bedeutung des VergissMeinNicht muss man nicht wirklich erklären. Es trägt jedenfalls nicht unbedingt dazu bei, die Einsamkeit zu verscheuchen. Symbolik wird hier groß geschrieben. Beim Stöbern in der Klosterbibliothek wünscht man sich dann zum ersten Mal wieder etwas mehr Lebenszeit als der Durchschnitt zu bekommen und beginnt weiter unten im Haus ganz leise, so dass es keiner (wirklich keiner! wer auch?) hört, ein wenig zu beten.</p>
<p>Da mir das Glück beschieden war, am hochwasserfreien Laacher See nicht campen zu müssen, wenngleich es Jugenderinnerungen in das Bewusstsein spülte, durfte ich mich in dieses in orangerotes Licht getauchte Zimmer zum meditieren über die Beschaffenheit des Vorhangstoffes zurückziehen. Es war eine Aufgabe für die ganze Nacht. Mit rotgeschwängerten Augen starrte ich ihn stundenlang an, aber die Erleuchtung blieb, wie immer in solchen Momenten, aus. Vielleicht wäre das eine oder andere Bier am Abend hilfreich gewesen, oder ein paar Schlucke vom Messwein, aber hier gibt es ja nur Weihwasser. Wie überleben hier Offiziere?
</p>
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	<item>
		<title>Von: jasna</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-233</link>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 07:17:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/409#comment-233</guid>
					<description>Sasa, Maria Laach ist großartig!!! Vergiß das Seehotel und halte dich statt dessen an den See - der übrigens ein intakter Vulkan ist. Schwimmen gehen ist nirgends schöner!!! Ich weiß, wovon ich spreche - bin nämlich in der Nähe aufgewachsen. Also, falls du noch in Ma'Laach verweilst und nicht schon wieder sonstwo unterwegs bist - ich gebe gerne Tipps, wo es die schönsten Kühe zu sehen gibt, wo man am besten über Heuballen klettern kann und wo man echt leckeres Bier her bekommt.
Beste Grüße aus Köln,
die Jasna</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sasa, Maria Laach ist großartig!!! Vergiß das Seehotel und halte dich statt dessen an den See - der übrigens ein intakter Vulkan ist. Schwimmen gehen ist nirgends schöner!!! Ich weiß, wovon ich spreche - bin nämlich in der Nähe aufgewachsen. Also, falls du noch in Ma&#8217;Laach verweilst und nicht schon wieder sonstwo unterwegs bist - ich gebe gerne Tipps, wo es die schönsten Kühe zu sehen gibt, wo man am besten über Heuballen klettern kann und wo man echt leckeres Bier her bekommt.<br />
Beste Grüße aus Köln,<br />
die Jasna
</p>
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