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	<title>Kommentare zu: Privatsphäre beim Porno-Gucken &#124; Köln</title>
	<link>http://www.netznotizen.de/archiv/411</link>
	<description>Netznotizen eines Zeitgenossen</description>
	<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:53:18 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: ferpekt</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-252</link>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 16:52:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-252</guid>
					<description>Ich trage Unmengen von Buchstaben mit mir herum. Sie lasten immer schwerer auf meinen Schultern. Ein Päckchen Zigaretten wäre leichter, und vor allem geselliger. Heute wollte ich zählen, wie viele es sind, aber die Multiplikationen haben mich überfordert (ihr wisst schon, die oberste Reihe waagrecht und die linkste Reihe senkrecht zählen, dann multiplizieren und das wiederum mit der Anzahl Seiten – hat aber nicht funktioniert). Neunundsiebzig reichen für eine blasse Erlösung. Die meisten anderen sorgen für Verzweiflung. Manchmal spiegeln sie sich im Zugfenster - geteilte Last mit der Dunkelheit - heute in den Gläsern ihrer Sonnenbrille. Ob sie sich auch in den Augen spiegeln würden, hab ich nicht gesehen, in Köln bin ich alleine ausgestiegen.

Ich liebe helle jungfräuliche Wände. Überhaupt frag ich mich, weshalb in Hotelzimmern immer irgendwelche Bilder an den Wänden hängen, so als ob es einen Universalbildergeschmack gäbe. Ich habe überhaupt keinen. I am the emptiness. I am the form. Danke für die Weis(s)heit. Vermutlich liesse sich hier besonders gut über das Sein nachdenken … vermutlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trage Unmengen von Buchstaben mit mir herum. Sie lasten immer schwerer auf meinen Schultern. Ein Päckchen Zigaretten wäre leichter, und vor allem geselliger. Heute wollte ich zählen, wie viele es sind, aber die Multiplikationen haben mich überfordert (ihr wisst schon, die oberste Reihe waagrecht und die linkste Reihe senkrecht zählen, dann multiplizieren und das wiederum mit der Anzahl Seiten – hat aber nicht funktioniert). Neunundsiebzig reichen für eine blasse Erlösung. Die meisten anderen sorgen für Verzweiflung. Manchmal spiegeln sie sich im Zugfenster - geteilte Last mit der Dunkelheit - heute in den Gläsern ihrer Sonnenbrille. Ob sie sich auch in den Augen spiegeln würden, hab ich nicht gesehen, in Köln bin ich alleine ausgestiegen.</p>
<p>Ich liebe helle jungfräuliche Wände. Überhaupt frag ich mich, weshalb in Hotelzimmern immer irgendwelche Bilder an den Wänden hängen, so als ob es einen Universalbildergeschmack gäbe. Ich habe überhaupt keinen. I am the emptiness. I am the form. Danke für die Weis(s)heit. Vermutlich liesse sich hier besonders gut über das Sein nachdenken … vermutlich.
</p>
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	<item>
		<title>Von: yokono</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-250</link>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 20:42:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-250</guid>
					<description>dann irgendwann würde ich mir wünschen es wären gestanzte worte, dann dürfte ich unendlich nichts sehend hindurchsehen, auch mit bier; geht pornoblickend nur kurz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dann irgendwann würde ich mir wünschen es wären gestanzte worte, dann dürfte ich unendlich nichts sehend hindurchsehen, auch mit bier; geht pornoblickend nur kurz.
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Von: ib</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-248</link>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 16:17:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-248</guid>
					<description>über weiße deckenecken und ein bisschen wandbuddhismus brauchen wir ja nicht zu diskutieren, auch nicht in köln.
aber: ist sprache form und wenn ja, welche?
form lässt sich transportieren, leere höchstens verbreiten.
problematisch wird es mit dem gesamtpacket. 
die translatologie lehrt uns: form und inhalt können nicht gleichwertig übertragen werden. die priorität hängst gemäß der skopos-theorie von der sender-empfänger-pragmatik ab. ist der sender der aussage nun edward conze, die weißen wände kölns oder die spiegelindustrie? und: was nützen empfänger ohne erkenntnis, da kann man noch so adequat übersetzen.
vielleicht ist die form auch nur ein falscher freund bzw. eine falsche freundin. 
anrede, gestalt, formular, klasse, benehmen, leistung,  bilden, entwickeln, gründen, u.a. (siehe oxford dictionary) eröffnen neue perspektiven auf das höchste. solange ist und leere bleibt, sind wir natürlich fein raus, mit unserer weisheit im kopf, der nach außen hin in form scheint. imperativisch formuliert: formleere leerformen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>über weiße deckenecken und ein bisschen wandbuddhismus brauchen wir ja nicht zu diskutieren, auch nicht in köln.<br />
aber: ist sprache form und wenn ja, welche?<br />
form lässt sich transportieren, leere höchstens verbreiten.<br />
problematisch wird es mit dem gesamtpacket.<br />
die translatologie lehrt uns: form und inhalt können nicht gleichwertig übertragen werden. die priorität hängst gemäß der skopos-theorie von der sender-empfänger-pragmatik ab. ist der sender der aussage nun edward conze, die weißen wände kölns oder die spiegelindustrie? und: was nützen empfänger ohne erkenntnis, da kann man noch so adequat übersetzen.<br />
vielleicht ist die form auch nur ein falscher freund bzw. eine falsche freundin.<br />
anrede, gestalt, formular, klasse, benehmen, leistung,  bilden, entwickeln, gründen, u.a. (siehe oxford dictionary) eröffnen neue perspektiven auf das höchste. solange ist und leere bleibt, sind wir natürlich fein raus, mit unserer weisheit im kopf, der nach außen hin in form scheint. imperativisch formuliert: formleere leerformen!
</p>
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	<item>
		<title>Von: tibits</title>
		<link>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-247</link>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 15:13:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.netznotizen.de/archiv/411#comment-247</guid>
					<description>Was erkenne ich, wenn ich in den Spiegel blicke? Mich? Meine Umwelt? Sehe ich den Spiegel?
Nein, ich erkennen, dass mein Spiegelbild von mir abhängig ist, dass ich abhängig bin vom Spiegel, denn ohne ihn könnte mein Spiegelbild nicht durch ihn reflektiert werden. Ich erkenne die Zusammenhänge. Für einen Augenblick. Den flüchtigen Moment eines Wimpernschlags. Der Kopfschmerz ist unerträglich. Köln ist ... eine schöne Stadt. Übermäßig Kölsch jedoch...

Warum immer Bier und Wein? Bin ich abhängig? Ist das Bier, der Wein von mir abhängig?

Ursache und Wirkung immer Hand in Hand.

Die Inschrift "Form is emptiness" im Spiegel kann natürlich auch bequem als Ausrede genutzt werden, um den Menschen die hier ins Zimmer kommen die Kahlheit, Nüchternheit, die Reduzierung auf das Wesentliche als eine Form der Askese näher zu bringen. In einer Welt der Fülle und des Überflusses die Kargheit und Einfachheit den Gästen vor Augen zu führen.
Aber im Kontext ist es viel weitergehender. Nichts ist real an dieser Umgebung. Nicht einmal ich bin real. Ist das da draußen wirklich Köln? Existiert diese Welt überhaupt in der Form wie wir sie wahrnehmen? Ist es nicht simpel ausgedrückt ein Nichts?

Ein Softporno kann jetzt nicht schaden, verdammt wo ist die Fernbedienung...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was erkenne ich, wenn ich in den Spiegel blicke? Mich? Meine Umwelt? Sehe ich den Spiegel?<br />
Nein, ich erkennen, dass mein Spiegelbild von mir abhängig ist, dass ich abhängig bin vom Spiegel, denn ohne ihn könnte mein Spiegelbild nicht durch ihn reflektiert werden. Ich erkenne die Zusammenhänge. Für einen Augenblick. Den flüchtigen Moment eines Wimpernschlags. Der Kopfschmerz ist unerträglich. Köln ist &#8230; eine schöne Stadt. Übermäßig Kölsch jedoch&#8230;</p>
<p>Warum immer Bier und Wein? Bin ich abhängig? Ist das Bier, der Wein von mir abhängig?</p>
<p>Ursache und Wirkung immer Hand in Hand.</p>
<p>Die Inschrift &#8220;Form is emptiness&#8221; im Spiegel kann natürlich auch bequem als Ausrede genutzt werden, um den Menschen die hier ins Zimmer kommen die Kahlheit, Nüchternheit, die Reduzierung auf das Wesentliche als eine Form der Askese näher zu bringen. In einer Welt der Fülle und des Überflusses die Kargheit und Einfachheit den Gästen vor Augen zu führen.<br />
Aber im Kontext ist es viel weitergehender. Nichts ist real an dieser Umgebung. Nicht einmal ich bin real. Ist das da draußen wirklich Köln? Existiert diese Welt überhaupt in der Form wie wir sie wahrnehmen? Ist es nicht simpel ausgedrückt ein Nichts?</p>
<p>Ein Softporno kann jetzt nicht schaden, verdammt wo ist die Fernbedienung&#8230;
</p>
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