Nr.44
18. November 2005 von Thomas MeineckeOsnabrücker Zeitung: Welches Honorar ist angemessen? Daniela Ben Said, Osnabrück: 1000 Euro sind ein normaler Tagessatz. 100 Euro pro Stunde sind in Ordnung. Die besten erzielen vielleicht 500 Euro. Osnabrücker Zeitung: Was kann ich als Kunde dafür erwarten? Daniela Ben Said: Das Wort Coaching kommt aus dem Sport und bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Mein Ziel ist es, den Kunden so zu trainieren, daß er mich eines Tages nicht mehr braucht. Ich darf auf keinen Fall den Kunden von mir abhängig machen. Sobald ich das Gefühl habe, daß er sich in eine Abhängigkeit begibt, muß ich die Therapie abbrechen. Wenn Menschen damit spielen oder sogar gezielt Klienten von sich abhängig machen, um vielleicht noch mehr Geld zu verdienen, ist das höchst gefährlich. Osnabrücker Zeitung: Welche Ausbildung ist nötig? Daniela Ben Said: Coach darf sich jeder nennen. Aber so einfach ist das nicht. Wir bewegen uns in einer Grauzone. Als Coach darf ich im Prinzip nur beratend tätig sein. Sobald ich durch mein Training jemandem geholfen habe, bin ich heilend tätig geworden, und das setzt die Zulassung als Heilpraktiker voraus. Osnabrücker Zeitung: Ist es denkbar, daß jemand als Naturtalent ohne Ausbildung erfolgreich als Coach arbeiten kann? Daniela Ben Said: Okay, man kann sich vieles anlesen. Aber das reicht ganz sicher nicht aus. Ich wühle schließlich im Kopf anderer Leute herum. Da muß man selbst klar im Kopf sein.
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Am Sonntag, 19. November um 11 Uhr sitze ich (im Rahmen der ARD-Hörspieltage) im Kleinen Sendesaal des WDR, Köln, mit Herrmann Bohlen, Jörg Drews, Gaby Hartel und Jenny Zylka auf einem Podium und diskutiere über Hörspielanfänge. Bereits morgen um 20 Uhr stellt Michaela Melián am selben Ort ihr Hörspiel Föhrenwald vor. Föhrenwald als letztes Displaced Persons Camp Deutschlands, bis 1956 direkt bei Wolfratshausen exterritorial existent. Bayern als Tor zur Auswanderung nach Israel. Münchens Rathaus als Ort, in dem David Ben Gurion 1946 den Staat Israel proklamiert. Michaelas Hörspiel, zugleich Teil einer künstlerischen Installation im öffentlichen Raum München, war eines der diesjährigen ARD-Hörspiele des Monats (und steht nun – auf www.ard.de – zur Abstimmung als Hörspiel des Jahres).
Montag bis Mittwoch kommender Woche halte ich mich, als sechste und letzte Station meiner niedersächsischen Netznotizen, in Osnabrück auf, lese dort am Dienstag, 22. November im Blue Note sowohl aus den Netznotizen als auch aus meinem aktuellen Roman Musik und lege anschließend Musik (CDs) aus dem Zusammenhang dieses Romans auf.
