Nr.36
18. Oktober 2005 von Thomas MeineckeRechenschaft / Werbung
Wie sich dann manchmal der Alltag eines freiberuflichen Schriftstellers, Musikers und herumschweifenden Podiumsproletariers ganz schön verdichten kann:
In einer Stunde fahre ich nach München, um dort eine Radiosendung vorzuproduzieren. Um 20:39 steige ich in einen ICE nach Frankfurt am Main. Kurz vor 1 Uhr nehme ich an einem verabredeten Ort den Schlüssel für die Verlagswohnung entgegen. (Eventuell noch beim Empfang des Berlin Verlags vorbeischauen.)
Morgen checke ich dann in einem privat vermieteten Zimmer ein und gehe auf die Frankfurter Buchmesse. (Ich gehe gern auf die Frankfurter Buchmesse.) Spät nachmittags der Kritikerempfang bei meiner Verlegerin. Der wird sich erfahrungsgemäß bis in den späteren Abend ziehen.
Donnerstag den ganzen Tag auf der Messe, diverse Verabredungen, abends Feste der Verlage Suhrkamp und Fischer.
Freitag tagsüber nach München zurückfahren, Bandprobe, die Instrumente für London packen. (1 Nacht zu Hause.)
Samstag morgens Flug nach London, F.S.K. spielt abends live im Cargo Club, East London. Ich lege da auch auf. Vor uns spielt Von Spar, nach uns machen Munk Party.
Sonntag und Montag mit der Band in London.
Dienstag Rückflug nach München und gleich weiter (Auto steht am Flughafen) nach Regensburg, wo ich in der Alten Mälzerei lese, mit Helmut Hein rede und Schallplatten auflege.
Mittwoch mit der Bahn von Regensburg weiter nach Göttingen, wo ich zwei Tage (als Netzautor) verbringen und aus meinem Roman Musik und den Netznotizen lesen werde. Donnerstag im Literarischen Zentrum Göttingen.
Freitag mit einem ICE nach Zürich weiter, wo ich am Samstag als Autor, Panelist und DJ an einem Symposion namens Der Reigen der Künste an der Hochschule für Gestaltung und Kunst teilnehmen werde.
Sonntag, 30. Oktober reise ich dann mit dem Zug ins schöne Oberbayern zurück.
(Spätestens tags darauf die nächste Netznotiz.)
