Nr.30

4. Oktober 2005 von Thomas Meinecke

Nächster Halt: Göttingen.

Göttinger Tageblatt.

Die Pläne für eine große Umwandlung in der Göttinger City sind noch geheim, liegen seit einigen Tagen bei der Stadtverwaltung: Eine Düsseldorfer Firma hat bereits alle Häuser in der Groner Straße zwischen Nikolaistraße und Düstere Straße gekauft, will alles bis zum Nikolaikirchhof abreißen und ein neues Geschäftscenter für Textil-Einzelhandel bauen.

Foto: Vom geplanten Umbau betroffen. Noch prägen Cafés den Nikolaikirchhof.

Geraunt wurde seit langem darüber. Jetzt steht fest: Die Düsseldorfer Firma Comfort hat alle Häuser an der Groner Straße zwischen Nikolaistraße und Düsterer Straße sowie dem Nikolaikirchhof gekauft und plant dort einen kompletten Abriß sowie Neubau für einen großflächigen Textilhandel.

Der Coup ist von langer Hand geplant, die Häuser wurden in den vergangenen Jahren nacheinander aufgekauft. Der Stadt liegt seit einigen Tagen das Konzept vor. Die noch geheimen Pläne sehen vor, alle Häuser in diesem Bereich abzureißen (auch die Gründerzeit-Fassaden zwischen Nikolaistraße und Nikolaikirchhof) und ein neues Viertel zu errichten. Denkmalschutz-Probleme dürften kaum auftauchen – nach Tageblatt-Informationen stehen lediglich ein oder zwei Keller unter Denkmalschutz. Die Anlieferung für das neue Textil-Viertel soll über den Bereich rund um die Nikolaikirche erfolgen – Gastronomie wäre dann dort nicht mehr gefragt.

Begonnen hat es mit der Planung von Comfort, das Haus Groner Straße 32 (zuvor Nanu Nana) mit dem Nachbarhaus Groner Straße 33 (ehemals Rossmann Drogerie) zu vereinen, zu entkernen und für den neuen Mieter Esprit auf rund 1100 Quadratmeter Mietfläche neu zu gestalten. Die Eröffnung soll im Herbst 2006 stattfinden. Wie die Fassade einmal aussehen soll, kann man auf der Internetseite von Comfort bereits heute sehen (siehe kleines Foto).

Kleines Foto.

Betitelt ist die Beschreibung dieses Projektes mit dem Satz: Der erste Schritt zu einer neuen prosperierenden 1 A-Lage. Dieses Gebäude habe eine Pilotfunktion und könne signifikante Änderungen des Einzelhandelsstandortes am Mikrostandort durch Ansiedlung weiterer Magnetbetriebe einleiten.

Und zum Abschluß steht dort: Es liegt vor allem auch an der Stadt, diese großartige Entwicklungschance zu nutzen.

Die Leute in Göttingen wissen das. Andere sollten davon erfahren.

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