Netznotizen von Saša Stanišić

Saša Stanišić war der dritte Netzautor. Er hat seine Notizen von Juni 2007 bis Ende Mai 2008 hier veröffentlicht.

Privatsphäre beim Porno-Gucken | Freiburg

Freitag, den 25. April 2008

 
Was wie ein Puff aussieht muss nicht zwangsläufig ein Puff sein.
Dies und einige weitere Weisheiten, Fragen, Beobachtungen der mehr oder weniger aphoristischen Art, die mir das Leben gebracht und beigebracht hat:
 
Ist eine Ausrede akzeptabel, wenn man den, der sie gerade aussprechen möchte, NICHT AUSREDEN lässt? 
Lache ich hier und lacht drüben EIN FREMDER - lachen wir miteinander? 
An einem FKK-Strand […]

Privatsphäre beim Porno-Gucken | Amsterdam

Mittwoch, den 23. April 2008

In Amsterdam habe ich im Goethe-Institut gelesen und einen Pullover gekauft in einem Laden, aus dem man nicht hinausgehen kann, ohne dass ein Künstler/Schneider etwas an dem gekauften Kleidungsstück verändert. Da ich das nicht wusste, kam es zur folgenden Unterhaltung, die ich aus Gründen der Faulheit auf Deutsch wiederkäue:
Verkäuferin: So, hast du dir auch schon überlegt, was […]

WAS BEDEUTET PRÄSENS? | Thomas und Saša

Mittwoch, den 16. April 2008

Lieber Thomas,
wir kommen um ein Fazit nicht herum. Es wurde wie immer nichts und alles gesagt. Am Ende der Scrollleiste beginnt die Zeitung von vorgestern. Zerknittert wie ein zuggefahrenes Hemd. Müdes Papier, die Seiten durcheinander. Wir kommen um ein Zugeben nicht herum, dass unsere Texte für das Medium zu lang waren. Was interessiert uns das […]

Jeans vs Anzug | Thomas

Sonntag, den 13. April 2008

Mein Lieber, erstens: du hast keine Ratte fotografiert, deshalb habe ich einmal Scheitern bei Dir gut. Zweitens, und apropos Aufgaben: gestern gesehen, dass das Buch “Die Leber wächst mit ihren Aufgaben” Nummer 2 bei Amazon.de ist, gleich hinter “Feuchtgebiete”. Jeder Tisch, an dem ich in den letzten vier Tagen gesessen habe, beschäftigte sich mit den […]

Ausgliederung | Saša

Samstag, den 12. April 2008

Lieber Thomas, heute möchte ich dich mit einer Sache quälen, die mich selbst seit einiger Zeit kopfzerbricht. Soll die Betreuung geistig abnormer Rechtsbrecher eigentlich ausgelagert und privatisiert werden?
Nun, die finanziellen Vorteile liegen auf der Hand: Die Betreuung in der neugeplanten Justizanstalt im oberösterreischischen Asten (der Artikel oben spricht fälschlicher Weise von der “neugeplanten Justizanstalt Göllersdorf” - einem schönem […]

Über Kaffee kochen schreiben | Thomas

Freitag, den 11. April 2008

Mein Lieber, mit ist gerade etwas seltsames zugestoßen. Ich sitze gerade beim Espresso (das ist gelogen, auch wenn München in Italien liegt, trinkt man hier Nachmittags Bier, was sicherlich das Gegenteil von gut für das Gehirn ist, aber obwohl die Münchner das so machen, kommen sie ausgerechnet per Kopfball eine Runde weiter als der Rest […]

Warum Kaffee das Gehirn schützt | Saša

Freitag, den 11. April 2008

Lieber Thomas,
eigentlich dachte ich, wir würden - da wir uns mit unserem Vorhaben der Aktualität verschrieben haben - politischer sein oder unpolitischer oder “relevanter” oder uns mit Fragen des Umweltschutzes und Artensterbens auseinandersetzen oder was auch immer, aber auf jeden Fall etwas Anderes, als über ganz ganz kleine Tiere in Göttingen und Langenthal zu sprechen mit besonderer […]

Langenthals Flora und Fauna | Saša

Donnerstag, den 10. April 2008

Gut, du bist auf der Reise nach Blandikow auf der Strecke geblieben, das kann man weder dir, noch der Reise, noch der Strecke zum Vorwurf machen, aber vielleicht würde es mir gelingen, vor Anbruch der Dunkelheit ein ganz, ganz kleines Tier in Langenthal zu fotografieren. Mit einer Mütze, einer Kamera und einem letzen Bissen Salamibrot […]

Hameln-Göttingen 102,7 Kilometer

Donnerstag, den 10. April 2008

Mein Lieber, wieder in Göttingen. Wir waren ja schonmal zusammen hier. Heute lag in der Bäckerei von damals das Göttinger Tageblatt von heute herum (mir fallen Bäckereibesuche ja mit den Jahren immer schwerer: in der letzten Zeit entwickeln die Bäcker einen Hang, sogar einen regelrechten Drang oder Zwang, die Dinge bei neugeschöpften Namen zu nennen, […]

Rimas und Dražen und ich | Thomas

Mittwoch, den 9. April 2008

Bei Basketball hört bei mir der Spass auf. Ein Drittel seines Lebens verschläft man, ein Drittel verarbeitet man und ein Drittel ist Freizeit. Ich verbringe seit mindestens 20 Jahren die Hälfte des Freizeitdrittels mit Sport, praktisch, auch theoretisch (obwohl Theorie dafür er völlig falsche Ausdruck ist). Fussball ist okay, Langstreckenlauf interessiert mich, Gewichteheben, Surfen, alles […]